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Trauer um Ing. Ferdinand Naderer

Tief betroffen müssen wir bekanntgeben, dass unser Obmann und Freund, Ferdinand Naderer, am 26. Juli 2016 um 10:00 Uhr im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern verstorben ist.
Er ist nach einer Gehirnblutung, die am Montag früh aufgetreten ist, ins Koma gefallen, aus dem er nicht mehr erwacht ist.
Unser Schmerz ist nicht in Worte zu fassen und wir trauern mit seiner Familie.

 

Ferdinand hat in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens gewirkt. Wo auch immer er mitgearbeitet hat, tat er das mit großer Begeisterung. Aber jeder der ihn kannte weiß, in den letzten Jahren hatte er neben seiner Familie noch eine zweite große Leidenschaft. Das war die Burgruine Spilberg.

 

Kaiser, Könige, Bischöfe und Klöster haben die Geschicke dieses fast 900 Jahre alten Gemäuers geprägt und in den letzten 3 ½ Jahren besonders der Mann, den wir jetzt zu Grabe tragen mussten. 

 

Ferdinand Naderer

 

Ferdinand und die Burg – er war der Motor, der die Dinge zum Laufen gebracht hat. Durch seine Energie, seinen Einsatz und durch seine Leidenschaft konnte die Ruine aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt werden. Er hat es verstanden, viele Menschen für die Idee, die Burgruine Spilberg vor weiterem Verfall zu bewahren, zu begeistern und zur Mitarbeit anzuregen. 

 

Er war ein Visionär, der wollte, dass das Juwel in den Donauauen wieder zugänglich wird für die Bevölkerung, für Schulen und Kindergärten.

 

In den letzten 3 Jahren haben sich auf dieser Burg, nicht zuletzt durch Ferdinands Engagement, mehr Dinge verändert als zuvor in den letzten 300 Jahren.

 

Er war sich nie zu schade für irgendetwas und sehr oft hat er, bevor er jemand um Hilfe gebeten hat, das lieber gleich selbst erledigt.  Unermüdlich war er unterwegs, nicht nur für Spilberg, sondern auch für alle, die ihn brauchten, denn seine Hilfsbereitschaft war grenzen- und bedingungslos.

 

Ferdinand und sein roter Traktor – ein Gespann, das schon fix zum Ortsbild gehört hat, von St. Georgen bis Spilberg. 

 

Ihm war es auch immer wichtig, die Traditionen hochzuhalten. Vom Kameradschaftsbund über den Seniorenbund bis zum Maibaumsetzen im Sparverein. Eine seiner letzten erfolgreichen Aktivitäten war, den Heimatverein Langenstein im Burgverein zu verankern.

 

Somit auch der Schirmherr des Heimatvereins zu sein, war ihm leider nicht mehr vergönnt. 

 

Ferdinand, du hast deine Spuren hinterlassen, nicht nur in Spilberg, aber ganz besonders dort.

 

Wir werden dich nicht ersetzen können. Was wir aber tun können ist, zu versuchen die Burg weiter vor dem Verfall zu bewahren und dein letztes großes Projekt an dem dein ganzes Herz gehangen hat, zu vollenden - die Begehbarmachung des Turms. Der Bergfried steht jetzt schon beinahe 1000 Jahre. Und er wird wahrscheinlich noch einmal 1000 Jahre stehen.

 

Aber dann wird ganz oben, wo ohne deinen Einsatz nie jemand hingekommen wäre, eine Gedenktafel angebracht sein, die ewig an dich erinnern wird. 

 

Ferdinand wir werden dich nie vergessen und wir wissen, du wirst immer um uns sein und uns unterstützen von dort, wo du jetzt bist. 

 

DANKE

 

Deine Freunde der Burgruine Spilberg.

 

Die Burg Spilberg war einst ein bedeutendes Wasserschloss und lag ursprünglich auf einer Donauinsel, die zum Gemeindegebiet von Enns gehörte. Die Burg war in ihrer Geschichte immer wieder ein wichtiger Ort der Zuflucht und der Verteidigung. Durch das Hochwasser von 1796 und die Donauregulierung im 19. Jahrhundert wurde der Flusslauf so weit verändert, dass die Ruine nun im Augebiet, der Schlossau, nahe dem nördlichen Donauufer liegt. 1997 wurde das Areal mit dem nördlichen Umland aus der Stadtgemeinde Enns herausgelöst und in das Gemeindegebiet von Langenstein, Bezirk Perg, Oberösterreich, eingegliedert.

 

Der ursprüngliche Name Spilberg wurde in späterer Zeit durch die veränderte Schreibweise zu Spielberg. Heute trägt die Ruine wieder stolz ihren alten Namen

 

SPILBERG

 

wird aber in vielen Publikationen noch anders bezeichnet.

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